Stiftung Scheibler-Museum Rotes Haus in Monschau
Ein Haus im Dornröschenschlaf
Das Rote Haus wurde 1752 von dem Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler als Wohn- und Geschäftshaus erbaut.
Mit seiner Einrichtung in den Stilen Rokoko, Louise-Seize und Empire spiegelt es noch heute den Glanz der großbürgerlichen Wohnkultur in einer seltenen Geschlossenheit wider. Das Herrenzimmer mit einer kostbaren Leinwandtapete, der mit einem herrlichen Wappenservice gedeckte Tisch im Esszimmer, eine Küche mit glänzenden Messing und Kupferkesseln, Salons mit Aachen-Lütticher Schreibschränken, Vitrinen und gemütlichen Sitzgarnituren, ein Festsaal mit wertvollem Gobelin und Schlafräume mit Kinderwiegen und Waschschüsseln laden zu einer Reise ins 18. Jahrhundert ein.
Weltberühmt ist die über 3 Etagen freitragend gebaute Wendeltreppe aus Eichenholz, in der 21 kleine Puttenszenen an die verschiedenen Stationen der Tuchherstellung erinnern.
In den alten Kontorräumen zeugen zwei original erhaltene Stoffmusterbücher mit insgesamt 6000 Entwürfen in den verschiedensten Dekoren von der Vielfalt und der hochwertigen Qualität der damals europaweit gehandelten Tuche seiner Firma. Im Jahre 1963 hat die Familie Scheibler zusammen mit dem Landschaftsverband Rheinland die Stiftung Scheibler-Museum Rotes Haus gegründet, um dieses einzigartige Baudenkmal weiterhin zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Adresse:
Rotes Haus
Laufenstraße 10
52156 Monschau
Telefon.: +49 (0) 2472 / 50 71
Fax.: +49 (0) 2472 / 98 77 604